Wer sich ein näheres Bild von CAMM machen möchte, kann die Website der Organisation besuchen (in portugiesischer Sprache):
Casa de Atendimento para Meninos e Meninas (CAMM)
... und wen das Presse-Feedback auf die schöne Spende interessiert, klickt auf den folgenden Link:
Die Stiftung Gesundheitsservice arbeitet über Grenzen hinaus – Projektförderung in Recife, Brasilien
Die Scheckübergabe des Vorstands der Stiftung Gesundheitsservice Wolfgang Giese und ihrem geschäftsführenden Vorstand Detlef Hellmers an den Straßenkinderverein KINDER-LAND Brasilien e. V. im Kölner Café Bahia Brasil hätte auch ein gemütlicher Nachmittagsplausch werden können, gäbe es nicht die bittere Realität von Straßenkindern und vernach-lässigten Kindern in brasilianischen Elendsvierteln. Und den hilfreichen Stiftungszweck der Stiftung Gesundheitsservice mit der Entscheidung, ein Projekt von KINDERLAND Brasilien e. V. zu fördern.
Es war das erste Mal, dass sich Vertreter der Stiftung und des Vereins trafen und sich deshalb zuerst über die jeweilige Geschichte und das Anliegen vergewisserten. Die Schnittmenge der gegenseitigen Anliegen war allerdings klar: die Förderung von internationalen Kinderhilfsprojekten, hier entschieden für Brasilien, der aktiven Gesundheitsvorsorge, hier in einem Sportprojekt und die Unterstützung von Familien in Notlagen, hier in einem Elendsviertel.
Der Kölner Verein Kinderland Brasilien e.V. fördert seit mehr als 20 Jahren Projekte für Straßenkinder in Brasilien. In diesem Jahr geht die Projektunterstützung der Stiftung Gesundheitsservice von 5.000 Euro, ergänzt um Eigenmittel von KINDERLAND Brasilien e. V. in Höhe von weiteren 4.000 Euro, in die Millionen-Stadt Recife, Nordostbrasilien. In einem Klima von Armut und Gleichgültigkeit gedeihen dort Drogenhandel, sexuelle Gewalt und Ban-denkriminalität. Das Heranwachsen der Kinder und Jugendlichen ist auch von der Selbstjustiz von privaten Wachdiensten bedroht, die von Privat- und Geschäftsleuten angeheuert werden, um die Straßen „sauber“ zu halten. Sie schrecken auch vor schwerer Misshandlung und der Ermordung von Straßenkindern nicht zurück. Die Polizei selbst ist in Waffen- und Dro-genhandel verstrickt.Kinderland Brasilien e.V. arbeitet mit langjährigen Partnern. Die brasilianische Organisation Casa de Atendimento para Meninos e Meninas (CAMM) kümmert sich um Straßenkinder und vernachlässigte Kinder im Elendsviertel Linha do Tiro in Casa Amarela in Recife.Das neue Projekt zielt darauf ab, die Kinder über regelmäßige Sportveranstaltungen und Workshops anzusprechen, sie in Clubs und Teams zu organisieren und von der Straße zu holen. Dies soll ihnen die Chance eröffnen, über den Sport Teamgeist, Zusammenhalt und Solidarität zu erfahren und damit zu einem Stück persönlicher Sicherheit und Identität zu finden.
Für dieses Programm wird eine kleine offene Sporthalle renoviert, in der den Kindern ein niedrigschwelliges regelmäßiges Sportangebot gemacht wird. Die Halle wird auch für Bewohnerversammlungen des Elendsviertels genutzt, wo die Familien ihr nachbarschaftliches Leben gegen kriminelle Banden verteidigen und manchmal selbst gegen die Polizei organisieren müssen.
Stiftungsvorstand Wolfgang Giese unterstrich, dass bei der Entscheidung für die Projektförderung auch eine Rolle gespielt habe, dass sich ein kleiner Verein in Deutschland seit vielen Jahren mit Nachdruck ehrenamtlich für Projekte in Brasilien engagiere. Das nötige doch eini-gen Respekt ab. Vertreter von KINDERLAND Brasilien e. V. konnten aber auch deutlich machen, dass die Projektförderung durchaus keine Einbahnstraße sei. Die Partnerorganisationen in Brasilien hätten ihrerseits Erfahrungen aus der Straßenkinderarbeit einzubringen, wie mit geringen finanziellen Mitteln unter schwierigen Bedingungen pädagogisch gearbeitet werde. Das sei angesichts klammer kommunaler Kassen auch für die deutsche Realität der Sozialarbeit mit Straßenkindern ein sich abzeichnender wichtiger Strategie- und Erfahrungs-austausch. Im Moment sei aber die konkrete Hilfe, wie sie die Stiftung Gesundheitsservice angeboten habe, ganz entscheidend für das Projekt, das man allein nicht hätte finanzieren können.
Das Kinderland-Brasilien-Team freut sich sehr über die großzügige Spende, die unseren Projektpartnern in Recife eine große Hilfe sein wird.
Weitere Informationen zur Stiftung Gesundheitsservice findet ihr per Klick auf folgenden Link:
Stiftung Gesundheitsservice Website
Auch der Kölner Stadtanzeiger hat die Spendenübergabe in seiner Ausgabe vom 25.11.2010 gebracht:
| Top | Zurück | Zur Startseite | |||
| Veröffentlicht | 2011-10-16 10:35:26 |
| Geändert | 2011-10-27 08:47:24 |
| Autor / Lektor | Redaktion / Redaktion |
| Artikel-Link / Trackback | |
| http://www.www.kinderland-brasilien.de/cms/front_content.php?idart=143&idcat=47&lang= | |